Herzliche Gratulation;-)
Dani hat es geschafft eine Kiesgrube, zwei Instruktoren, Funk und eine Gruppe Teilnehmer zu organisieren! Bei
tollem Herbstwetter fuhren wir zum Treffpunkt in Balsthal. Dort stand erst ein Fiat 500 und wir fragten uns,
ob wir richtig waren. Es dauerte jedoch nicht lange und die Gruppe war komplett.
Nach Gipeli und Kafi ging es zuerst in den Theorieraum. Sven erklärte uns einfach
und verständlich die Offroad-Grundregeln und brachte uns Fahr- und Fahrzeugtechnik näher.
Kurz danach ging es Richtung Niederbipp in die Motocross-Grube.
Einfahren
In Einerkolonne ging es los mit einer Schrägfahrt, über einen kleinen Hügel und verschiedene Spurbalken. Wo wir vorhin noch Begriffe wie
Böschungs- und Rampenwinkel theoretisch erklärt bekamen, merkten wir nun live wann es knapp wird. Sämtliche Fahrzeuge
waren mit einer Anhängekupplung versehen. Bei der Auffahrt pflügten diese nun den weichen Boden.

|
Die Fahrzeuge der Teilnehmer waren bunt gemischt. Zwei Pickups, zwei Pajeros, je ein Grand Cherokee, Range Rover, Subaru Forester
und mein Kia Sorento. |
Steilabfahrt
Nun wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Mit Sven besichtigten wir zuerst die Abfahrt. Was auf den Fotos flach ausschaut, ist aus Fahrersicht
schon speziell. Du fährst an die Kante und siehst nur noch Motorhaube. Sobald sich diese senkt, heisst es langsam nach unten fahren. Sollte das
Fahrzeug ausscheren, sachte Gas geben und nie bremsen, theoretisch, wenn jedoch die Motorbremswirkung zu schwach ist, muss halt doch noch mit der
Fussbremse nachgeholfen werden.

|

|
Wo es steil runtergeht, muss es auch irgenwo wieder rauf. Der am Morgen noch leicht matschige Boden liess mich leise über meine
Strassenpneus fluchen. Wo ich mich mühsam hochzitterte, fuhr David mit seinem Jeep und neuen Winterpneus locker hoch. Mit etwas mehr Schwung ging es
in der zweiten Runde besser. |

|
Brücke
Unter exakten Anweisungen von Sven ging es über die Brücke. Was für einen Profi ein Einfaches ist, braucht für unser einer doch etwas mehr
Vorsicht als das Einparken im Migros. Vor allem die Abfahrt der Brücke war spannend, wollte sich doch niemand den Türschweller verformen. Hier
wären halt ein paar Zentimeter mehr Luft unter dem Bauch schon praktisch gewesen.
V-Rinne
Bei Andrea liessen wir die Beweglichkeit der Fahrwerke spielen. In einer simplen V-förmigen Rinne zeigte sich rasch, dass das Zusammenspiel von
Verschränkung und (fehlenden) Sperren durch Spurwahl und Tempo beeinflusst werden kann.

|

|

|
Hier konnte der Jeep seine Offroad-Gene voll unter Beweis setzen. Wo die anderen Fahrzeuge längst ein Bein in der Höhe hatten, hielt er
seine Gummis immer noch am Boden. David fand schlussendlich aber doch noch eine 'Radwechsel-Position'. |

|

|
Steilauffahrt
Im Theorieteil hiess es, wenn im Steilhang die Fahrt stockt, Motor abwürgen, Bremse, Retourgang rein und Starten ohne zu Kuppeln. So soll einem die
Motorbremse das Fahrzeug sicher und kontrolliert runterbringen. In der Praxis jedoch ging es zuerst mit viel Schwung so hoch wie möglich um dann,
sobald die Vorwärtsbewegung stoppte und die Gravitation einsetzte, rassig rückwärts runterzuschlittern.
Wo die Traktion fehlt, hilft nur noch Schwung.
| 
|

|
So sieht es aus, wenn es geschafft ist... |
Feldherrenhügel
Die Spurrinnen in der steilen Auffahrt auf den Hügel waren tief und rutschig. Es hiess also, die richtige Linie zu erwischen und ohne Aufsetzer in einem
Schwung nach oben zu kommen. Auf der kleinen Fläche angekommen, rangierten wir unter Sven's Anweisungen bis die Fahrzeuge wieder schön vor der Abfahrt standen. Keine
handbreit Luft war zwischen Schweller und Boden als es schliesslich über die Kante runter ging.
Steilwandkurve
Zuerst fuhren wir steil hoch um dann auf der Scheitelhöhe die Linie zu finden, mit der man auf der Kurveninnenseite nicht aufsass.
In Zeitlupentempo senkte sich die Fahrzeugschnauze dann talwärts.

|
Die Trittbretter des Pajero sind recht stabil. Auf der einen Seite schützen sie die Schweller vor Schäden bei Aufsetzern, auf der
anderen reduzieren sie den Rampenwinkel. |

|

|
Abschluss
Nach diversen Einzelübungen fuhren wir einen Parcour durch die Grube, auf dem wir das Gelernte anwenden konnten. Leider rückte die Zeit zur Schlussbesprechung
viel zu schnell fort. Nach einer Grobreinigung der Räder und Bremsen fuhren wir müde und zufrieden nach Hause.
Bei dieser Gelegenheit danken wir Dani für die Organisation und Sven und Andrea für die spannende Durchführung. Wir hoffen beide auf eine Wiederholung
im 2009!
|